 Sukhothai ist die Stadt, wo vor rund 700 Jahren die eigentliche Geschichte des heutigen Thailand begann. In Sukhothai entstand
das thailändische Alphabet, und hier residierten die ersten Thai-Könige. Ähnlich wie in Ayutthaya ist der alte Stadtteil, "Old Sukhothai", heute ein großer historischer Park und gehört zu den bedeutendsten Stätten Asiens. "Old Sukhothai" war Hauptstadt von 1279 bis zur Eroberung 1349. Die Ruinenfelder liegen 11 km westlich der heutigen Stadt
Sukhothai.
Der erste sehenswerte, doch selten besuchte Tempel ist Wat Changkom. 200 m vor dem Ostwall muss man dahin nach rechts abbiegen und erreicht ihn über eine kleine Brücke. Die meisten Tempel liegen im Historical Park. Um hier eine umfassende Besichtigungstour durchzufahren, mietet man sich am besten am National Museum ein Fahrrad, oder man besorgt sich eines der vielen
Tuk-Tuks, auch schon bereits ab der Stadt. Insgesamt gibt es in "Old Sukhothai" mehr als 70 Tempelanlagen, und man benötigt sicherlich mehrere Tage, um alle sehen zu können.
Die folgenden Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb der Stadtmauern der historischen Stadt:
 Ramkhamhaeng National Museum: Das Museum von Sukhothai zeigt herrliche Skulpturen und Keramiken. Im Mittelpunkt des Gebäudes ist ein schreitender Buddha ausgestellt, wie er
typisch für die Sukhothai-Periode ist. Im ersten Stock stehen Kunstwerke anderer Epochen. Berühmt ist die Kopie einer Steintafel-Inschrift aus dem Jahr 1292 (das Original befindet sich im Bangkoker Nationalmuseum), in der es unter unterem heißt: " Glückliches Sukhothai! Das Wasser voller Fische, die Felder voller Reis. Der König bürdet seinen Untertanen keine
Steuern auf. Wer mit Elefanten handeln will, der soll es, wer ein Gleiches mit Gold und Silber möchte, der soll es! Hell strahlen die Gesichter der Einwohner." Man sollte dieses Museum zuerst besuchen, ehe man den historischen Park durchstreift. Anhand eines Modells der Ruinenstadt kann man sich über die Lage der Sehenswürdigkeiten informieren und seinen Rundgang
besser planen. Das Museum ist täglich außer montags und an Feiertagen von 9-12 und von 13-16 Uhr geöffnet.
Die Königsresidenz, der einstige politische und religiöse Mittelpunkt, befindet sich im Zentrum der historischen Stadt. Sie bedeckt eine Fläche von 160.000 Quadratmetern! Ein Wassergraben umgibt das Gelände.
 Die Ruinen des Wat Si Sawai liegen südwestlich des Wat Mahathat inmitten einer herrlichen Umgebung. Die drei Prangs werden von einer Laterit-Mauer umgeben. Der Haupt-Prang wurde
als einziger im Lopburi oder Hindu-Stil errichtet. Etwas westlich abgesetzt steht seine Vihara. Die anderen Viharas, ebenfalls seitlich von den Prangs abgesetzt, sind jedoch im buddhistischen Stil errichtet.
Wat Traphang-Ngoen liegt westlich des Wat Mahathat. Im Mittelpunkt sieht man einen quadratischen Sockel, darauf das Hauptgebäude, und in dessen vier Nischen stehende Buddhas aus Stuck. Davor befindet sich eine Vihara. Im Osten auf einer Insel steht ein Ubosot, ein Gebäude für die Zeremonien der Mönche. Es ist schon stark zerfallen, man kann nur noch die Laterit-Säulen
sehen.
Wat Phra Phai Luang war möglicherweise zu Zeiten der Khmer das Zentrum der Khmer-Hauptstadt. Die Überreste dreier Prangs, von denen nur der nördliche erhalten geblieben war, wurden vollständig renoviert, ebenso eine quadratische Stupa, das Klostergebäude, Mondhop und eine Kapelle mit einem ruhenden Buddha.
Sehenswürdigkeiten Provinz Sukhothai
Der Historische Park von Si Satchanalai, 56 Kilometer östlich der Hauptstadt Sukhothai am Ufer des Yom Flusses gelegen. Hier befand sich in der Sukhothai-Periode die Schwesterstadt Sukhothais und der frühere Sitz des Vizekönigs. Zu den Überresten,
die dort zu sehen sind, gehören die Tempel Wat Chang Lom, geschmückt mit 39 Gipselefanten, Wat Chedi Chet Theo mit verschiedenen Typen von Chedis aus der Sukhothai-Zeit, Wat Nang Phaya, der "Tempel der Königin" und Wat Phra Si Rattana Mahathat mit einem Laterit-Chedi auf einer Grundfläche von 22 mal 22 Metern.
Der Si Satchanalai Nationalpark liegt knapp 41 km von Si Satchanalai entfernt. Er zeichnet sich durch weit ausgedehnte Graslandschaften und viele Wasserfälle aus.
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