Phrae bisher  unberührt vom Touristenstrom

  
Bisher blieb die Provinz vom großen Touristenstrom unberührt; dennoch hat sie aufgrund ihrer langen Geschichte einiges zu bieten. Bekannt geworden ist Phrae ist mit seinen ca. 25 -30.000 Einwohnern durch die Handwerkskunst der Rattan-Möbelherstellung. Die Provinzhauptstadt liegt etwa 120 km südöstlich von Chiang Mai. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten findet man innerhalb der gut erhaltenen Stadtmauer. Der Flughafen hatte ursprünglich rein militärischen Charakter, wird zwischenzeitlich aber auch privat genutzt. Militärische Relikte wie Fotografierverbot bestehen weiterhin. Tourismus ist bislang weitgehend unbekannt und so sollte man sich nicht daran stören, wenn man allerorts die Blicke auf sich zieht. Einen Europäer, womöglich mit blonden Haaren sieht ein Einheimischer nicht alle Tage - wenn überhaupt ! Die Flugzeit ab Chiang Mai beträgt 25min, wobei sich ein netter Rundflug anbietet, mit der Route Phrae, Nan, Pitsanulok, Bangkok. Man hat das Vergnügen von immer nur 25-30 minütigen Flügen und zahlt pro Start/Landung nicht mehr als € 7.-. 

Sehenswürdigkeiten Stadt Phrae 
Die reizende Altstadt von Phrae ist umgeben von einer nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer. Vom Wallgraben vor der Mauer existiert nur noch der auf der Ostseite gelegene Teilabschnitt. Die kleine Altstadt kann man bequem an einem halben Tag durchstreifen und dabei die wichtigsten Tempel, alle mit burmesischem oder laotischen Einfluss, besuchen. Eine seltene Attraktion bietet sich dem Besucher im Wat Luang. Dort rezitieren Mönche aus Palmblatt-Büchern. Die Zellen der Mönche sind winzig und stehen im direkten Gegensatz zur prächtigen, von Teakholzsäulen getragenen Halle. Neben dem Wat Luang werden im zweistöckigen Museum uralte Gegenstände aus der Geschichte der Region gezeigt. Unter anderem 5.000 Jahre alte Faustkeile aus der  Steinzeit, ein Buddhakopf aus massivem Gold, dicke, in Stoff eingehüllte Bücher mit heiligen Texten auf Palmblättern (Bailan genannt). Die schönsten dieser Palmblatt-Bücher kann man in Vitrinen anschauen. In einer gepflegten Anlage außerhalb der Stadtmauer liegt das Wat Sra Bo Kaew, welches durch einen burmesischen Chedi charakterisiert wird, der von exotischen Wächterfiguren umstellt ist. Der Wat Chom Sawan an der Ausfallstraße wurde erst vor 100 Jahren von einem burmesischen Baumeister errichtet. Er ist teilweise noch mit Holzschindeln gedeckt. Der monumentale Chedi hat eine aus Kupfer getriebene Spitze. Ein Kleinod im Kloster ist eine buddhistische Schrift, die in 16 Blätter aus Elfenbein geritzt wurde. Wer sich für Teakholz-Möbel interessiert, dem sei das Pra Tub Jai House empfohlen. In einem großen alten Teak-Haus befindet sich eine ständige Verkaufsausstellung. 

Sehenswürdigkeiten Provinz Phrae 
Die Pagode Phrathat Cho Hae liegt 9 km entfernt von Phrae beim Dorf Tambon Pa Daeng. Sie ist mit Blattgold beschichtet, hat eine Höhe von 33 Metern und eine Kantenlänge von 10 Metern. Der Name Cho Hae leitet sich von dem Namen eines Satin-Stoffes (gewoben im Königreich Sib Song Panna, China) her, der bei der Prozession im März / April von den Dorfbewohnern als Opfergabe um die Pagode geschlungen wird. Wat Phra That Chom Chaeng liegt 10 Kilometer von Phrae entfernt beim Dorf Tambon Pa Daeng. Man sagt, der Schrein dort beherberge ein Haar Buddhas. Nördlich der Stadt liegt Rongfong, das Dorf der Schmiede. Sie stellen landwirtschaftliche Geräte wie Sicheln, Sensen, Spaten und Messer her. Ebenfalls in nördlicher Richtung liegt Thung Hong. Von hier kommt der blaue Mohom, ein Baumwollstoff, der zu den typisch nordthailändischen Hemden und Hosen verarbeitet wird. Südlich, an der Straße nach Den Chai liegt das Dorf Hua Dong. Seine Bewohner produzieren und verkaufen Teak- und Rattanmöbel.

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