Nordost-Thailand Unentdecktes Thailand

  
Khmer-Anlage in PhimaiDer Nordosten wird von den Einheimischen Isam genannt und hat im landläufigen Sinne nur wenig Sehenswürdigkeiten zu bieten. Aber wenn man sie entdeckt, sind es Schätze besonderer Art. Ganz bedeutend sind vor allem die Khmer-Ruinen von Phimai, und Phanom Rund, die Ausgrabungsstätten von Ban Chiang sowie die Region um Loei- eine wilde Berglandschaft mit schönen Nationalparks. Und zur jährlichen Elefantenparade von Surin strömen Besucher von nah und fern.

In Ban Chiang fand man in den 70er Jahren Tonscherben. sogenannte Bandkeramiks sowie Bronzefunde. Sie datieren aus dem 3. Jahrtausend vor Chr. Seit diesen Funden weiß man mit ziemlicher Sicherheit, dass in Thailand ein noch älteres Kulturvolk als in China lebte. Einen Teil der Funde kann man im hervorragenden Nationalmuseum besichtigen.

Elefantenauftrieb in SurinIn der Stadt Nong Khai -Hauptstadt der Provinz- ist der französisch-laotische Einfluss deutlich spürbar. Der bekannteste Tempel hier ist der Wat Pho Chai, in dem eine massiv goldene Buddhastatue verehrt wird. Hier wird im Juni zur Zeit des Vollmondes das Raktenfest gefeiert.

Im tiefen Süden der Provinz Buri Ram ragt auf einem schlafenden Vulkan ein Tempel empor. Die Tempelanlage ist neben Phimai ein weiteres sehr gut erhaltenes Denkmal der Khmer-Kunst. Siebenköpfige Schlangen flankieren den Zugang, der über den Krater in Terrassenstufen zu dem eindrucksvollen Tempel führt. Einige Kilometer entfernt liegt eine weitere kleinere Tempelanlage - Prasat Hin Muang Tam. Die schönste und beeindruckendste Khmer-Anlage liegt in Phimai. Die Ruinen stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und sind heute eine der schönsten Khmer-Anlagen Thailands. Sie liegen in einem mit rotem Sandstein und Teichen üppig ausgestalteten Garten. Vier kunstvoll beschnitzte Vorhallen umringen den 28 m hohen zentralen Turm. Die Sandsteinbauten wurden zu Ehren Buddhas wie auch zu Ehren von Hindu-Gottheiten errichtet. Phimai ist das größte Khmer-Heiligtum außerhalb Kambodschas und wird auch dort nur übertroffen von den Tempeln von Angkor, die mit Phimai durch eine Straße verbunden sind.

Beim Elefantenauftrieb im November eines jeden Jahres erwacht die Stadt Surin zu Leben. Über 100 Elefanten werden für dieses große Spektakel aufgeboten. In Paraden und Wettkämpfen demonstrieren sie ihre Kraft und Geschicklichkeit, z.B. treten bei einem Tauziehen Dickhäuterteams unter Anweisung ihrer Betreuer auf einem Fußballfeld gegeneinander an.

Die im Süden und Westen der Stadt Loei aufragenden Berge werden von den beeindruckend weitläufigen Nationalparks Phu Kradung, Phu Luang und Phu Rua umfangen. Flora und Fauna in eindrucksvoller Vielfalt sind hier zu erleben. Machen Sie sich z.B. bei dem Phu Rau Park auf durchaus kühle Temperaturen gefasst, so wurden im Jahr 1981 hier minus 4 Grad Celsius gemessen.

Vom Nordosten können ausgezeichnet Kombireisen nach Laos und Vietnam angetreten werden.

    

zurück