|
Lopburi die Stadt mit langer Geschichte |
|||
|
Lopburi, 153 km nördlich von Bangkok, ist eine Stadt mit einer langen interessanten Geschichte, die rund 1000 Jahre zurückreicht. Zuerst war Lopburi, das damals Lavo hieß, eine wichtige Khmer-Stadt (die Khmers beherrschten in den ersten zwei Jahrhunderten dieses Jahrtausends einen Grossteil dessen, was heute thailändisches
Staatsgebiet ist). 1664 machte König Narai, einer der wichtigsten Könige in der Geschichte Ayutthayas, Lopburi zur zweiten Hauptstadt seines Reiches. Zeit seines Lebens hielt König Narai sich mehr in Lopburi als in Ayutthaya auf. Mit der Hilfe französischer Architekten errichtete er eine große Zahl neuer Paläste und anderer Gebäude, von denen die meisten in einer eigentümlichen Mischung aus europäischen und siamesischen Stilelementen erbaut wurden, wie etwa der königliche Palast und die königliche Empfangshalle. Westliche Technologie wurde mit dem Bau einer Rohr-Wasserversorgung für das Palastgelände angewandt. |
|||
|
Weitere Sehenswürdigkeiten: |
|||
| •Narai-Rajanivet-Palast | •Elefanten-Ställe | ||
| •Phra Khlang Supharat | •Phra Prang Sam Yot | ||
| •Chanthon-Phisan-Pavillon | •San Phra Karn | ||
| •Phiman-Mongkut-Pavillon | •Prang Khaek | ||
| •Halle Dusit Sawan Thanya Maha Prasat | •Wat Phra Sri Mahathat | ||
| •Gebäude Phra Chao Hao | •Wat Sao Thong Thong | ||
| •Bankett-Halle | •Schrein des König Narai | ||
| •Wasser-Reservoir | •Wijayen-Haus | ||
| König Narai war der erste Thai-Monarch, der diplomatische Beziehungen zu europäischen Staaten, insbesondere zu Frankreich, knüpfte. Er steuerte eine außerordentlich fremdenfreundliche Politik, die von seinen Nachfolgern jedoch aufgegeben wurde. Lopburi wurde von der burmesischen Invasion im Jahre 1767, während der Ayutthaya gänzlich niedergebrannt wurde, nur wenig betroffen. In der Stadt ist deshalb mehr intakte alte siamesische Architektur zu besichtigen als in Ayutthaya.
|
Photo: Blick in die Stadt Lopburi. |
||
| zurück
Die Halle wurde von König Narai für Vergnügungsveranstaltungen zu Ehren ausländischer Staatsgäste erbaut. Eine Plattform vor der Halle ist der Überrest eines Theaters.
|
Photo: Ruinen der Bankett-Halle |
||
| zurück
Dieser Pavillon wurde als Wohnsitz König Narais im Jahr 1665 errichtet. Später, nachdem König Narai in den Suttha Sawan Pavillon umgezogen war, diente dieser Pavillon als Audienzhalle. Das Gebäude wurde in reinem Thai-Stil errichtet; es wird deshalb angenommen, dass keine französische Architekten am Bau beteiligt waren. Es wurde 1863 von König Mongkut restauriert und dient heute als Ausstellungshalle für archäologische Objekte und Kunst. Viele Buddha-Statuen aus der Lopburi-Epoche sind unter den Exponaten.
|
Photo: Chanthon-Phisan-Pavillon. |
||
| zurück
Sie liegen entlang der Mauer, die den inneren Palastbereich vom äußeren Palastbereich abgrenzt.
|
Photo: Ruinen der Elefanten-Ställe |
||
| zurück
Dieses Gebäude im äußeren Bereich des Palastgeländes wurde von König Narai wahrscheinlich als private Audienzhalle erbaut.
|
Photo: Ruinen des Gebäudes Phra Chao Hao |
||
| zurück
König Narai hat dieses Gebäude als Audienzhalle errichten lassen, um in repräsentativem Rahmen hohe ausländische Staatsgäste und Botschafter zu empfangen. Wahrscheinlich empfing er in dieser Halle Chevalier de Chaumont, den Abgesandten des französischen Königs Louis XIV. Das Gebäude weist einen gemischten europäisch-siamesischen Stil auf. So gibt es zum Beispiel Tür- und Fensterstürze im geraden siamesischen Stil und im europäischen Bogenstil. Dem Gebäude fehlt zwar heute das Dach, es wird aber angenommen, dass es einst mit einem typisch siamesischen gestaffelten Dach ausgestattet war, ähnlich den Dachstrukturen im Königspalast von Bangkok. |
Photo: Dusit Sawan Thanya Maha Prasat Hall. |
||
| zurück
Dieser Palast im Zentrum der Stadt, zwischen Ratchadamnoen Rd und Pratoo Chai Rd, nicht weit vom Bahnhof, wurde zwischen 1665 und 1677 von König Narai erbaut. Die meisten Gebäude auf dem Palastgelände stammen aus König Narais Epoche. Das gesamte Palastgelände wurde zum Nationalmuseum von Lopburi erklärt. Jeder einzelne Pavillon auf dem Palastgelände hat seine eigene interessante Geschichte. |
Photo: Tor des Narai Rajanivet Palasts. |
||
| zurück
Dieses dreistöckige Ziegel-Gebäude wurde zu einem späteren Zeitpunkt errichtet als die meisten anderen Gebäude auf dem Palastgelände. Erbaut wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts von König Mongkut (Rama IV, regierte 1851-1868) und es diente dem Monarchen als Wohnsitz für die Zeit, in der er die Restaurierung des gesamten Komplexes persönlich überwachte. |
Photo: Phiman-Mongkut-Pavillon. |
||
| zurück
Dies sind 12 Schatzhäuser, die von König Narai erbaut wurden, um den königlichen Schatz, aber auch Ware für den Handel mit ausländischen Kaufleuten, zu lagern.
|
Photo: Phra Khlang Supharat |
||
| zurück
Dieses Wahrzeichen Lopburis war einst eine Hindu-Schrein. Da der Schrein nur etwa 200 m vom Bahnhof entfernt ist, wird er von Touristen, die mit dem Zug ankommen, oft als erste Sehenswürdigkeit der Stadt besucht. Der Schrein wurde im Lopburi-Stil aus rötlichem Erdmaterial, sogenanntem Laterit, und Sandstein gebaut, und er ist mit Stuckarbeiten verziert. Die sich an den Schrein anschließenden Prangs (Pagoden im Khmer-Stil) verdeutlichen symbolisch die Hindu-Dreieinigkeit des Brahma, Vishnu und Shiva. In der Regierungszeit des König Narai wurde der Schrein in einen buddhistischen Tempel umgearbeitet. Anzumerken ist, dass die Khmers, die lange das Lopburi-Gebiet beherrschten, zeitweise dem Hinduismus und zeitweise dem Buddhismus anhingen. Überhaupt waren die Khmers über viele Jahrhunderte die am meisten aus Indien beeinflusste Volksgruppe Südostasiens. So fanden zum Beispiel Sanskrit-Wörter ihren Weg in die Thai-Sprache nicht direkt aus Indien, sondern im Umweg über die Khmers (die heutigen Kambodschaner). |
Photo: Phra Prang Samyot in Lopburi |
||
| zurück
Auch diese kleine Khmer-Ruine am Marktplatz in der Wijayen Rd in der Nähe des Narai-Ratchanivet-Palastes war ursprünglich ein Hindu-Schrein, allerdings viel kleiner als das Phra Prang Sam Yot. Der indische Einfluss kann an diesem Bauwerk klar gesehen werden.
|
Photo: Prang Khaek |
||
| zurück
Dieser Brahma-Schrein liegt gegenüber vom Phra Prang Sam Yot und er besteht aus zwei Teilen. Der alte Teil stammt aus der Khmer-Epoche und liegt heute in Ruinen. Der neue Teil besteht aus einem Gebäude, das im Jahre 1951 erbaut wurde; es beherbergt eine vierarmige Gottesfigur, die mit einem Buddhakopf ausgestattet ist und von vielen Menschen angebetet wird. Touristen finden in diesem Tempel in der Regel ihre Freude an den zahmen Affen, die sich über die Speisen hermachen, die der Gottesfigur geopfert werden.
|
Photo: Statue in San Phra Karn. |
||
| zurück
Dieser Schrein erinnert an die Leistungen des König Narai, der Lopburi zur zweiten Hauptstadt Siams, und ganz allgemein zu einer wohlhabenden Stadt gemacht hatte. |
|||
| zurück
Das Reservoir wurde von König Narai erbaut, um Wasser aufzufangen, das über Ton-Rohre vom Chupsorn-See nach Lopburi geleitet wurde.
|
Photo: Überreste einer alten Wasserleitung |
||
| zurück
Das Wat Phra Sri Mahathat liegt hinter dem Bahnhof und ist von beachtlicher historischer und archäologischer Bedeutung. Gegründet wurde es wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, als die Khmers noch über Lopburi herrschten. Viele Veränderungen wurden an dem Komplex in der Ayutthaya-Epoche durchgeführt. Heute zu sehen sind die Ruinen mehrerer Prangs und Chedis, die sowohl im Sukhothai- als auch im Ayutthaya-Stil erbaut worden waren, wobei jeweils der Khmer-Einfluss erkennbar ist. |
Photo: Prang im Wat Phra Sri Mahathat |
||
| zurück
Wat Sao Thong Thong liegt nördlich des Königspalast. Die Vihara und die Haupt-Buddhastatue sind aus der frühen Ayutthaya-Epoche. König Narai erneuerte dieses buddhistische Kloster und ließ die Fenster der Vihara im westlichen Stil gestalten.
|
|
Photo: Chedi im Wat Sao Thong Thong |
|
| zurück
Das Wijayen-Haus wurde von König Narai als Wohnsitz für den Chevalier de Chaumont erbaut, den ersten französischen Botschafter in Thailand, der von König Ludwig XIV entsandt worden war. Später bewohnte Chao Phaya Wijayen (Constantine Phaulkon) das Haus, bis er wegen Hochverrats von König Petraja, dem Nachfolger König Narais, hingerichtet wurde. Es gibt mehrere zerstörte Gebäude auf dem Grundstück. Eines diente als römisch-katholische Kapelle, andere waren Wohnhäuser von Botschafter und Mitarbeitern. |
Photo: Ruinen des Wijayen-Hauses. |
||