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Die Frühgeschichte des Gebietes, welches heute als Thailand bekannt ist, kann nur schwierig dokumentiert werden. Es gibt nur wenige überlieferte Dokumente aufgrund der uneinheitlichen Schreibsysteme, dem aggressiven Klima und den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen. Es ist jedoch bewiesen, dass dieses Land schon lange vor den ersten,
erhaltenen Aufzeichnungen fruchtbares Leben beherbergte.
Im 13ten Jahrhundert gegründet, war das Königreich Thailand bis zum Jahre 1939 als Siam bekannt. Ein Name, der immer noch bei vielen Besuchern ein Gefühl des Abenteuers und des Geheimnisvollen hervorruft. Die ehemaligen Siamesen nennen sich heute Thais,
was frei bedeutet, wie auch Thailand mit Land der Freien übersetzt.
Wenn wir den Ursprung der Thais zurückverfolgen, finden wir, dass Ihre Vorfahren aus Süd-China stammen und T'ai genannt wurde. Im Laufe der Völkerwanderung siedelten manche in dem Gebiet, das heute als Nord-Thailand bekannt ist und gründeten ein kleines Königreich im Jahre 1096 in Payao.
Die Eroberung Chinas durch die Mongolen legte den Grundstein für die Erweiterung des Königreichs, wobei die Städte Lanna Thai und Sukhothai einen besonderen Status erhielten. Mengrai, der Gründer von Lanna Thai ("eine Million Reisfelder"),
benannte seine neue Stadt Chiang Mai, welches noch heute eines der traditionellen Zentren Thailands ist.
Zwischenzeitlich schuf König Ramkhamhaeng die Grundlage für eine thailändische Nation. Er war es auch, der das thailändische Schreibsystem entwickelte. Sein Regierungssitz, die Stadt Sukhothai wurde im 14. Jahrhundert auf Befehl von König Ramathibodi nach Ayutthaya verlegt. Die Ayutthaya Periode belief sich auf 400 Jahre. Während dieser
Zeit wurde das Staatswesen sowie Kunst und Literatur zur vollen Blühte gebracht. Von den Portugiesen, die einen besonderen Handels- Einfluss hatten, wurden die ersten Feuerwaffen in das Land gebracht.
Ayutthaya wurde 1569 von den Burmesen erobert. Zwar versuchte Prinz Naresuan das Königreich wieder aufzubauen, aber im Jahre 1767 wurde es noch einmal von den Burmesen angegriffen und restlos zerstört. Der burmesische Sieg war aber nur kurzlebig. Unter der Führung
von General Phya Taksin wurden sie vertrieben und eine neue Hauptstadt in Thonburi, an den Ufern des Chao Phraya Flusses gegründet. General Taksin Geisteszustand wurde immer schlimmer, so dass er letztendlich hingerichtet wurde. Sein König Rama I schuf seine neue Hauptstadt 1782 auf der gegenüberliegenden Flussseite, einem kleinen Handelszentrum namens "Khrung
Thep". Das bedeutet Stadt der Engel und ist heute unter Bangkok bekannt.
Die Chakri Dynasty
Als Rattanakosin oder Bangkok Periode versteht man die Chronologie der Chakri Dynstie die von Rama I bis zu Thailands heutigem König Bhumibol Adulyadej, Rama IX, reicht, der den Thron im Jahre 1946 bestieg.
Während der Regierungszeit von Rama II und Rama III entwickelte sich Bangkok sehr schnell, bedingt durch die Öffnung für den internationalen Handel. König Mongkut, Rama IV, modernisierte das Staatswesen und eröffnete den Dialog mit westlichen
Nationen. Sein Nachfolger Koenig Chulalongkorn, Rama V, führte diesen Prozeß fort und erhielt Thailands Unabhängigkeit. Seine Regierungszeit, von wird von vielen Thailändern als die wichtigste Regierungszeit in der neuzeitlichen Geschichtsschreibung gehalten.
König Vajiravudh, Rama VI, setzte den Reform Prozeß fort und führte die Schulpflicht ein. Er war es auch, der dem 2. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten beitrat. Der letzte absolute Monarch war König Prajadhipok, Rama VII, der von 1925 bis 1935 regierte.
Nach einer unblutigen Revolution im Jahre 1932, welche das Regierungssystem zu einer konstitutionellen Monarchie änderte, verzichtet König Prajadhok auf den Thron und lebte sechs Jahre im englischen Exil. Nach seinem Tod folgte ihm sein Neffe König Ananda als Monarch. Als der junge König Ananda unter tragischen Umständen starb bestieg sein
Bruder König Bhumibol Adulyadej, Thailands heutiger König, den Thron. |