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Metropole Bangkok |
| Die Faszination des Chaos
Bangkok ist eine noch junge, kaum mehr als 200 Jahre alte Stadt. Die jetzige Hauptstadt, das Tor Thailands, wurde 1782 von König Rama I. gegründet und war schon immer der große Katalysator des Landes, wo sich Tradition und Moderne zu einer wirklich einzigartigen Mischung vereinen. Mehr als irgendwo anders manifestiert sich hier die Achtung der Thais vor der Tradition und ihre Aufgeschlossenheit für den Fortschritt.
All das kommt im eigentlichen Namen der Hauptstadt zum Ausdruck: Krung Thep..., zu deutsch "Stadt der Engel". Dies ist nur die Übersetzung des Anfangs einer langen Folge illustrer Attribute, die diesen Ort angemessen beschreiben. Ihr vollständiger Name lautet: Krung Thep Mahanakorn Amornrattana-kosin Mahinthara Mahadhilokphob Noppa-ratratjathani Burirom Udomratjanivet Ma-hasathan Amornpimarn Auwatharnsathit Sakaraya Vishnukarmprasit
Ein Zentrum sucht man vergebens. In der circa 1600 qkm großen Stadt - etwa doppelt so groß wie Berlin - ist jeder Stadtteil ein Zentrum. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in der Altstadt, die meisten Hotels einige Kilometer davon entfernt. Dazwischen raubt Ihnen das notorische Verkehrschaos viel Zeit. Wesentlich schneller voran kommen Sie an Wochenenden und Feiertagen. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich sogar ein Hotelwechsel, so dass Sie Ihre Zeit intensiver im jeweiligen Stadtteil nutzen können. Am vierten Tag erleben viele (Erst-) Besucher ihren "Bangkok-Koller". Wenn mitgebrachte westliche Denkraster nicht mehr ausreichen, den Schmelztiegel Bangkok zu verstehen: dann, wenn das durchaus sehens- und erlebenswerte Verkehrschaos an die eigene Substanz geht; wenn die Erkenntnis, dass einheimische Stadtplaner offensichtlich ebenfalls den Durchblick verloren haben, kein Trost mehr für die eigene Orientierungslosigkeit sein kann. Wer aber den fünften Tag überstanden hat, schafft auch noch fünf Wochen, behaupten jedenfalls Bangkok-Kenner. Zwischendurch gestatten Exkursionen in die weitere Umgebung eine Erholung von der Großstadt. Auch wenn Sie kein Freund organisierter Ausflüge sind, sie erleichtern den Einstieg erheblich und helfen viel Zeit zu sparen. Örtliche Reisebüros, Hotels und natürlich die Reiseveranstalter bieten viele verschiedene Ausflüge an, oft mit deutschsprechenden Guides. |
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Bangkok - Stadt der Tempel |
| Gleichgültig, ob man sich in der Hauptstadt Bangkok oder sonst wo im Land bewegt, auf Schritt und Tritt begegnen einem die vielfältigen Tempelbauten. Jede Epoche hat mit ihren sakralen Bauten unvergängliche Spuren hinterlassen.
Das thailändische Wort Wat (z.B. Wat Arun) bezeichnet im thailändischen die Gesamtanlage eines Tempels; man kann sie auch ein Kloster nennen, da hier in der Regel auch Mönche leben. Es erfüllt eine Reihe sozialer Aufgaben in der Gesellschaft: Schule, Waisenhaus und Altersheim - nur um einige zu nennen. Als Wat Mahatat bezeichnet man einen besonders großen Tempelturm (Chedi), der in allen Königsstädten zu finden ist.
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Die Altstadt - eine Insel |
Von 1350 bis 1767 war Ayutthaya die Hauptstadt von Siam. Weiter südlich existierten nur einige Ansiedlungen entlang des Chao Phraya Flusses, u.a. Thonburi und Baan Makok, ein Chinesendorf. Nach dem Fall von Ayutthaya verlegte General
Taksin die Hauptstadt nach Thonburi. Sein Nachfolger, General Chakri, wollte auf die andere Flussseite und baute seine Paläste in Baan Makok, aus dem später Bangkok wurde. General Chakri wurde Rama I, der Begründer der noch heute herrschenden Chakri-Dynastie. Ihr verdankt Bangkok seine
imposantesten Paläste, Tempel und Befestigungsanlagen, alle zwischen Chao Praya Fluss und dem Klong Phadong Krung Kasem gelegen. Umgeben von Wasser erstreckt sich hier heute die mehrere Quadratkilometer große Altstadt, deren
Kern Rattanakosin Island genannt wird. Etliche Durchgangsstraßen haben zwar mittlerweile ein modernes Gesicht erhalten, in vielen Altstadtvierteln aber scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. In Handwerksbetrieben beim Wat Saket und Wat Suthat fertigen Familien seit Generationen Almosenschalen sowie Buddhastatuen. Im
indischen Viertel Pahurat herrscht bunte Bazar-Atmosphäre, erheben sich die sechs Stockwerke des zweitgrößten Sikh-Tempels außerhalb von Indie
In der angrenzenden Chinatown lassen Sie Kulis, Wahrsager und Goldschmiede glauben, im alten Shanghai zu sein. Stärkung bieten die vielen Straßenmärkte, Garküchen und Restaurants der Kategorie Geheimtipp. Allabendlich, samstags, sonntags und an Feiertagen sind allerdings die meisten Altstadtgeschäfte geschlossen, und somit die Atmosphäre eher enttäuschend. Die Altstadtviertel sind ideal für Entdeckernaturen, die ausgiebige Spaziergänge nicht scheuen, denn schmale Gassen und Straßengewimmel verwehren Ausflugsbussen den Weg. Die Kunstschätze im Nationalmuseum und den Teakholzpalast Vimanmek (bereits außerhalb der Altstadt gelegen) sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen. |
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Ausflüge in und um Bangkok |
| Ausflüge in Bangkok
Wenn man erst einmal anfängt, Bangkok zu erkunden, wird man sich bewusst, wie viel es hier zu entdecken gibt. Eine angemessene Auswahl zu treffen, fällt wegen der ungeheuren Menge äußerst schwer, so dass wir uns hier auf die Mit den beiden Halbtagesausflügen „Grand Palace und Wat Phra Keo-Tour" sowie „City und Temple Tour" gelangen Sie ohne unnötigen Zeitverlust zum alten Königspalast und zu den vier bekanntesten Tempeln: Wat Phra Keo (Smaragd-Buddha), Wat Po (Liegender Buddha), Wat Benchamahophit (Marmortempel) und Wat Treimitr (Goldener Buddha). Selbst Kulturmuffel sollten sich diese Glanzstücke thailändischer Tempelbaukunst nicht entgehen lassen. Das markanteste Wahrzeichen Bangkoks ist zweifellos der Wat Arun „Tempel der Morgenröte". Sein porzellan-gefliester mittlerer Prang erhebt sich 74 m hoch über dem Ufer des Chao Praya Flusses. Die Goldene Buddha-Statue in Wat Trai Mitr liegt im Bangkoker Chinesenviertel. Zunächst glaubte man, er sei komplett aus Gips. Als eines Tages der Gips zersprang, kam sein wahres Inneres zum Vorschein: ein drei Meter hoher Buddha aus fünfeinhalb Tonnen massivem Gold.
Ein Bangkok-Besuch ohne eine Fahrt auf den Flüssen und Klongs der Stadt ist undenkbar. Zu Recht wurde Bangkok als „Venedig des Ostens" bezeichnet, denn bis 1862 fanden alle Transporte auf den Flüssen, Kanälen und Klongs statt, erst dann entstand eine „richtige" Straße. Mit Long-Tail-Booten oder Barkassen kann man Besichtigungen von Tempeln, Wohnbooten und Pfahlhäusern verbinden. Ein Wort zum „Sündenbabel Bangkok": Nachdem in den 70er Jahren die Medien umfangreichst über Prostitution in Thailand berichteten, stufen erfahrene Journalisten Bangkok heute nicht schlimmer als jede westliche Großstadt ein. Reisekundige Touristen erkennen Gefahren u.a. durch Schlepper überall auf der Welt. Ausflüge außerhalb von Bangkok 40 Minuten von Bangkok entfernt liegt Damnoen Saduak mit Thailands schönstem schwimmenden Markt. Hier bieten die Bauern der Umgebung täglich ihre knackigen Produkte auf vollgeladenen Schiffen an. Am interessantesten ist der Markt von 8 bis 10 Uhr morgens. Eine Autostunde von Bangkok entfernt liegt der Rose Garden, ein tropischer, blumenreicher Park nach Art eines Country Clubs. Am Fluss gibt es einen Golfclub mit 18 Löchern, ein nettes Hotels und einen Thai-Dorfplatz mit Folklorevorführungen, wie Volkstanz, Thai-Hochzeit, einer buddhistischen Mönchsordination und Elefanten bei der Arbeit. Nakhon Pathom, 60 km westlich von Bangkok ist die Stätte des weltweit höchsten buddhistischen Monumentes, der 115m hohen Phra Phathorn Chedi, der den Platz markiert, wo vor ca. 2300 Jahren der Buddhismus in das Land eingeführt wurde.
Ayutthaya, ca. 70 km flussaufwärts von Bangkok war von 1350-1767 die siamesische Hauptstadt. Beeindruckende Ruinen von Tempeln, Palästen und verfallenen Befestigungsanlagen lassen den damaligen Prunk erahnen. Von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, ist dieser Ort ein Muss für jeden Asienbesucher. Der Palast von Bang-Pa-In, südlich von Ayuttayha war die Sommerresidenz der früheren Könige. Der Wat Ni-wet Thama-prawat ist einer der ungewöhnlichsten Tempel Thailands im Stil einer englisch-gotischen Kirche. Neben Ayutthaya fasziniert auch Sukhothai mit den Zeugnissen der Vergangenheit. Ruinen imposanter Palastanlagen und Tempel sind zu besichtigen.
Phra Buddha Pat, der Schrein des Fußabdruckes Buddha, befindet sich direkt nördlich von Saraburi, 110 km nördlich von Bangkok. Buddhas Fußabdruck wurde vor ca. 350 Jahren zufällig entdeckt. Einem Hirschjäger fiel ein kleiner Teich in Form eines vergrößerten Fußabdruckes auf, der heilende Kräfte hatte. Alle diese Ausflüge können Sie über Agenturen in Bangkok oder in vielen Hotels buchen. Aber auch für diejenigen, die organisierte Touren nicht so sehr mögen, ist es völlig unproblematisch. Aufgrund der guten Infrastruktur in Thailand können Sie mit Bus, Bahn oder Flugzeug das Land individuell erkunden. Die Verbindungen sind sehr gut und die Kosten liegen weit unter europäischem Niveau. |